Im Jahre 874 feierte König Ludwig der Deutsche das Osterfest im Kloster des heiligen Bonifatius in Fulda. Wenig später ließ sich der Abt des Klosters von ihm das Recht, den Zehnten zu verlangen, bestätigen. Das führte jedoch zu einem Zusammenstoß mit dem Erzbishof Luitbert von Mainz, der im thüringischen Bereich seines Bistums das Recht des Klosters Fulda nicht gelten lassen wollte. Beide Parteien wurden beim König in dieser Sache vorstellig. So wurde im Rahmen der Reichsversammlung in Ingelheim am 18. Mai 876 durch das Hofgericht ein Kompromiss ausgehandelt. Das Kloster Fulda behielt in 105 Orten Thüringens sein Zehntrecht, in weiteren 32 Orten nur noch für 30 Jahre. In den übrigen 100 Orten hatte das Kloster keinen Anspruch. Als eine der von dieser Entscheidung betroffenen Ortschaften wird Otheresthorph, das heutige Großeutersdorf, aufgeführt.