In früheren Zeiten stellten Brau- und Schankrecht einen bedeutenden Wirtschaftszweig in den Städten dar. Sie spielten deshalb eine besondere Rolle im Verhältnis von Stadt- und Landgemeinden. Zur Sicherung des eigenen Bierabsatzes und zum Schutz vor auswärtiger Konkurrenz wurden um Städte sogenannte "Bierbannmeilen" geschaffen. Die innerhalb dieser Bannmeile befindlichen Dörfer durften ihr Bier nur aus der ihnen zugewiesenen Stadt beziehen.
Im Saalfelder Schied vom 18. November 1537 wurde den hiesigen Dörfern, darunter auch Großeutersdorf, gestattet, dass sie "zu ihren Hochzeiten Bier, soviel ihre Notdurft erfordert, und danach für ihre Haushaltung ein jeder hausbesessene Einwohner jährlich drei Scheffel Malz brauen mögen, doch daß solches nicht verpfennigt, verwechselt noch verschenkt werden sollen." All das Bier, welches die Großeutersdorfer darüber hinaus benötigten, durften sie laut dieses Schiedes nur aus Kahla beziehen.
Trotzt dieser klaren Regelung kam es oft zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen um den edlen Gerstensaft. Diese arteten sogar in Schlägereien aus. Einer der bekanntesten Streite, der viele Verhandlungen, Befragungen, Prozesse, Kosten und Diskussionen nach sich zog war die "Großeutersdorfer Bierschlacht" vom 9. Juli 1718.

Johann Nikolaus Dreßler (1688-1774) hatte vom Orlamünder Krämer ein Fass Orlamünder Bier bezogen. Dieses lagerte er in seinem Hauskeller ein. Schließlich begann er damit, es auszuschenken. Als das in der Stadt Kahla bekannt wurde, begaben sich etwa dreißig zumeist jüngere Kahlarer Bürger bewaffnet zum Rathaus um sich dort zu erkundigen wie sie ihrer Stadt zum Recht verhelfen könnten. Dort hieß man den Bürgern, sie sollten nach Großeutersdorf gehen und das Bier austrinken oder den Fässern die Böden einschlagen und das Bier "hinweglaufen" lassen. Da Kahla nicht für Großeutersdorf zuständig war, mussten die Bürger zum Amtmann. Doch da sich die Kahlarer weigerten das Dorf zu nennen, auf das sie zieihen wollten, lehnte es der Amtmann ab, jemanden von Amtswegen mitzuschicken. Die Stadtbürger beriefen sich auf den Paragraphen 15 der "Landeserledigungen", der ihnen das Recht zum Handeln einräumte.
Die dreißig Mann der Kahlaer Bürgerschaft begaben sich nun nach Großeutersdorf in das Gehöft des Johann Nikolaus Dreßler. Dort angekommen, holten sie das Bier aus dem Keller. Es handelte sich um rund 6 Eimer (6 x 68 Liter) Bier.

Doch es gab einige Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Stadtwachtmeister und dem Stadtleutnant Während der Stadtwachtmeister sofort mit der "Vernichtung" beginnen wollte, verhinderte der Leutnant unter dem Vorwand, er habe andere Order, diese Aktion. Der Leutnant sollte zurück zur Stadt um sich dort neue Anweisungen geben zu lassen. Ihm entgegen kamen aber schon der Landrichter Valentin nebst dem Ausreiter Nikolaus Nagel und dem "angemaßten Bierwirt Dreßler". Der Stadtleutnant wurde genötigt abzusteigen und mit zurück nach Großeutersdorf zu kommen. Im Dorf forderte der Landrichter die Bauern, die sich bisher nicht gerührt hatten, auf zu Dreßlers Anwesen zu kommen. Außerdem ließ er in den benachbarten Gemeinden die Glocken Sturm leuten. Valentin befahl den Bauern, sich mit Äxten, Beilen, Heu- und Mistgabeln, Karsten, Hacken, Degen , Flinten und anderen " tumultuarischen Gewehren" nach Großeutersdorf zu begeben. Sogar die Orlamünder Bürgerschaft ließ Valentin herbeirufen. Nachdem einige hundert Bauern sowie die Orlamünder Bürger versammelt waren und die vergleichsweise wenigen Kahlarer Bürger mit Schimpfworten belegten, ließ der Landrichter verschiedene Bürger schlagen. Die Kahlarer wollten endlich mit dem Einschlagen der Fässer beginnen und sich auch gegen die Angriffe wehren, als der Landrichter geschrien haben soll: "Nun ist Zeit! Schlagt zu! Schlagt recht zu! Schlagt die Hunde gar tot!" Die nachmittägliche Schlägerei nahm ihren Lauf. Etwa die Hälfte der Kahlaer wurde "durch gefährliche Schläge und Wunden dergestalt zugerichtet...., daß mancher sich wohl zeitlebens damit schleppen, wo nicht gar des Todes darüber sein wird". Auch einige Orlamünder Bürger und einige Bauern wurden bei dieser Massenschlägerei verletzt, allerdings nicht ernsthaft. Selbst  Herzog Friedrich II. erhielt Kenntnis von den tumultartigen Ausschreitungen. Er war es auch, der am 14. Juli 1718 mehrere Befehle in dieser Angelegenheit erließ. Er beorderte 30 Dragoner samt den dazugehörigen Offizieren von Ohrdruf nach Kahla.  Es wurden noch jahrelange Prozesse, bis hin zu den Schöppenstühlen in Jena und Wittenberg geführt, in deren Verlauf Landrichter Valentin, der im Amt verblieb, sein ganzes Vermögen verlor.