In fränkischer Zeit (nach 531) entwickelte sich die kleine jedoch günstig gelegene Siedlung an der Mündung des Dehnabaches zu einer dörflichen Anlage im eigentlichen Sinne. Mit einem Zuzug von thüringischen und fränkischen Siedlern in dieser Zeit ist zu rechnen. Seit dem 8. Jahrhundert wanderten dann auch slawische Siedlergruppen von Stammesverband der Sorben saaleaufwärts bis in den Hexengrund und den Raum Rudolstadt. Die thüringisch-fränkische Bevölkerung sah in den Wenden, wie sie die Sorben nannte, willkommene Neusiedler. Der Mittellauf der Saale bildete im 8. Und 9. Jahrhundert die ungefähre Ostgrenze des Fränkischen Reiches, nicht jedoch die Westgrenze slawischer Besiedelung.
Wir können mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass Eutersdorf im 9. Und 10. Jahrhundert eine Ortschaft mit thüringisch-fränkischen und sorbischen (wendischen) Bewohnern gewesen ist. Die Sorben (Wenden) bewohnten eine oder mehrere spezielle Bereiche des Dorfes, darunter den heute als Entenplan, richtiger aber Wendenplan, bezeichneten Ortsteil.
 
Im 10. Jahrhundert verstärkte sich der innere Landesausbau in unserer Region. Der Zuzug fränkisch-deutscher und sicherlich auch wendischer Siedler wurde weiter gefördert. Immer mehr Waldstücke wurden gerodet und neues Ackerland erschlossen. Von Eutersdorf aus kultivierte man zielstrebig Flächen beiderseits der Saale, die kein großes Hindernis darstellte, da das damalige Eutersdorf an zwei Furten lag. Flurnamen wie zum Beispiel "das Roth" künden noch heute von den damaligen und späteren Rodungen.
Zu jener Zeit führte eine wichtige Verkehrsverbindung, der sogenannte Heerweg, durch das Saaletal. Diesen Weg nutzten mitunter auch sie sächsischen Könige und Kaiser (919-1024), wenn sie von Memleben über Dornburg und Saalfeld nach Süddeutschland oder Italien zogen.

Die im 12. Oder 13. Jahrhundert gegenüber dem alten Eutersdorf angelegte Neben- oder Tochtersiedlung, das spätere Kleineutersdorf, wurde bis weit ins 15. Jahrhundert als Windischen-Eudisdorf bezeichnet; ein weiteres Indiz für die Anwesenheit und maßgebliche Mitarbeit der Sorben (Wenden) bei Rodung und Kultivierung des Eutersdorfer Raumes.